Fahrradanhänger – praktischer Helfer im Alltag

Fahrradanhaenger Kinderfahrradanhaenger mit Jogger 2in1 502 01 440x440 - Fahrradanhänger - praktischer Helfer im AlltagWer viel mit dem Velo unterwegs ist, wird ihn zu schätzen wissen: Den Veloanhänger. Auch wenn es die Anhänger des Automobils immer noch vehement bestreiten, kann mit dem Velo mehr transportiert werden als lediglich der Fahrer. Dies gilt nicht nur für Eltern mit kleinen Kindern, die selbstverständlich gerne im Veloanhänger durch die Gegend gefahren werden. Zum einen bekommen sie auf diese Weise viel zu sehen. Zum anderen können sie so auch schon in jüngsten Jahren mit ihren Eltern auf kleine, aber auch große Velotouren gehen. Sie werden gewissermaßen von klein auf an diese Art sich fortzubewegen gewöhnt. Doch gibt es nicht nur viele unterschiedliche Arten von Veloanhängern. Nein, auch die Velos müssen genauestens unter die Lupe genommen werden. Denn nicht jedes Velo ist zum Ziehen eines Anhängers geeignet.

Welche Arten von Veloanhänger können wir finden?



  • Der Kinderanhänger

  • Der Kinderanhänger " Jogger, der auch als Buggy verwendet werden kann

  • Der Lastenanhänger in verschiedenen Ausführungen, mit und ohne Abdeckung


 

Als Alternative hierzu können Lasten-Velos erstanden werden. In ihnen ist der Anhänger integriert. Jedoch machen diese nur dann Sinn, wenn sie tatsächlich täglich zum  Einsatz kommen.

Auf welche Kriterien gilt es zu achten beim Kauf eines Veloanhängers?


Am wichtigsten erscheint grundsätzlich die Stabilität, sowohl des Velos als auch des Anhängers. Es empfiehlt sich, nur solche Velos zum Ziehen von Anhängern zu verwenden, die bereits vom TÜV auf die notwendige Stabilität des Rahmens erfolgreich geprüft wurden. Zudem ist bereits beim Kauf zu prüfen, welche Kupplungssysteme verwendet werden können. Denn von ihnen ist es abhängig, welches Modell angepasst werden können. Auch wenn es nicht leicht zu glauben ist, ist die Belastungsgrenze eines jedem Velorahmens relativ schnell erreicht. Somit kommt es auf den Nutzungszweck des Anhängers an. Je schwerer das Gesamtgewicht des Gespanns, desto höher sind die Ansprüche an das Rahmengestell. Im Übrigen zählt hierzu auch das Gewicht des Fahrers. Was also soll transportiert werden? Ist diese Frage konkret beantwortet, so kann das passende Velo ausgewählt werden. Dazu kommt dann der passende Anhänger.

Wie häufig soll der Veloanhänger verwendet werden? Ein Anhänger, der im täglichen Einsatz sein wird, muss selbstverständlich von besserer Qualität sein als einer, der nur einige Male im Jahr angehängt wird.

Welchen Reifen sind zu empfehlen? Die normalen Hängerreifen sind luftführend, wie normale Veloreifen auch. Um bei häufigem Gebrauch auch auf unebenen, schlechten Straßen fahren zu können, ohne gleich mit einem Platten rechnen zu müssen, können Vollgummireifen sinnvoll sein. Diese sollten im gut sortierten Velo-Fachhandel problemlos erhältlich sein. Sie können ganz einfach gegen die normalen Reifen ausgetauscht werden.

Wie stabil kann das Velo mit Anhänger abgestellt werden? Wer sich mit einem Veloanhänger ausrüstet, sollte sich auch gleich von seinem regulären Veloständer verabschieden. Denn die meisten Modelle sind nicht stabil genug, um das Gewicht von Velo und Anhänger halten zu können.  In diesem Punkt ist ein zweibeiniger Ständer zu empfehlen. So wird das Gewicht in die Mitte des Velos platziert. Einem Umfallen ist somit vollständig vorgebeugt.

In welcher Preisklasse wird der Anhänger gesucht? Was zunächst unerheblich erscheint, kann letztlich ausschlaggebend sein. Die Frage ist absolut individuell zu beantworten und hängt maßgeblich von den persönlichen Gegebenheiten ab.

Wie fährt es sich eigentlich mit einem Veloanhänger?


Um regelmäßig mit dem Hänger zu fahren, ist eine gewisse Grundkondition zu erwarten. Anderenfalls wird man sehr schnell vom Hänger ausgebremst werden. Es ist zunächst eine Gewöhnungssache, wie bei allem Neuen. Jedoch kann man sich sehr schnell eingewöhnen. Was eventuell zu Beginn Probleme bereiten wird, sind die Kurven und Abbiegungen. Denn mit dem Anhänger wird viel mehr Platz benötigt als ohne ihn. Auch darf man nicht mehr ganz so dicht am Fahrbahnrand fahren wie gewohnt. Man bedenke, dass der Anhänger breiter ist als das Velo an sich.

Vielleicht ist es angebracht, in einer ruhigen Seitenstraße zunächst ein wenig zu üben, bevor man sich in den fließenden Verkehr eingliedert.

Diffizil " das Thema „Kinder im Anhänger“


Viele Menschen gehen immer noch sehr unbedarft mit Kindern auf dem Velositz oder im Veloanhänger um. Sie vergessen scheinbar, dass sich die Statik des Velos, die eigene Balance durch das Kind vollkommen ändert. So sieht man immer noch Eltern, die ihre Kinder ohne Helm im vorderen Kindersitz herumfahren. Gerade im Straßenverkehr einer größeren Stadt ist dies ein No-Go!

Grundsätzlich sollte ein kleines Kind einen Helm tragen! Ob es dabei im hinteren Kindersitz oder im Kinderanhänger sitzt, ist nicht von Belang. Ebenso sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass es in beiden Fällen angeschnallt ist. Gerade im Hänger haben die Eltern keinen Einfluss auf das Kind, wenn es partout nicht hören will. Angeschnallt sein ist also ein Kompromiss, der für beide Parteien erträglich ist.  Selbstverständlich geht der Erwachsene mit gutem Beispiel voraus und trägt ebenfalls Helm!

An dieser Stelle stellt sich natürlich für die verantwortungsvollen Eltern, welche Variante eigentlich für das Kind angenehmer ist, Kindersitz auf dem Fahrrad oder der Kinderanhänger. Gerade die kleineren Kinder fühlen sich direkt hinter der Mutter viel sicherer, können sie sie doch im Zweifelsfall berühren. Auch für die Mutter hat diese Variante Vorteile: In der hektischen Stadt mit ihren teilweise sehr kurzen Strecken, ist es ein sinnvoll, auf den Anhänger zu verzichten. Stets müsste man weiter ausholen, als es der Autofahrer gewohnt ist.

Wussten Sie, dass bei Kindern, die den „Rücksitz“ des Velos benutzen, eine Speichenabdeckung vorgeschrieben ist? Damit niemand mit den Füßchen darin stecken bliebt. Das Höchstalter für diese Kindersitze beträgt übrigens 7 Jahre.

OBACHT: Wer seine Kinder im Anhänger transportiert,  sollte stets darauf achten, dass an roten Ampeln der Anhänger niemals direkt neben einem Auto mit laufendem Motor auf Höhe des Auspuffs anzuhalten.  Man bedenkte diesbezüglich die Giftigkeit der Autoabgase.

Und noch eines, was viele nicht wissen. Um Kinder in einem Anhänger fahren zu dürfen, muss man mindestens ein Alter von 16 Jahren nachweisen können.

Hat der Anhänger auch eine gute Beleuchtung? Sollte für diese nicht gesorgt sein, ist dieser Makel zu beseitigen.

Der Kauf eines Veloanhängers will gut überlegt sein. Er ist von diversen Kriterien abhängig. Wer mit einem Veloanhänger noch nicht viel Erfahrung hat, sollte sich von einem Fachverkäufer gut beraten lassen.